Natur-und-Handgemacht - Dinkelkissen und Hirsekissen
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Probleme mit Ungeziefer

Bei Spelzenkissen gibts ja gar keine Probleme, weder Tierchen noch Schimmel. Reservematerial kann man einfach so in der Tüte lassen bzw. die Kissen ganz normal benutzen ohne besonderes Theater, nur wenn man viel schwitzt sollte man sie tagsüber gut lüften oder auf der Heizung trocknen. Wer Angst vor Milben hat kann das Kissen bei 80° in den Backofen stecken ohne dass es Schaden nimmt, ist aber nach meiner Erfahrung nicht nötig.
 
Bei Dinkel-Körnerkissen (Dinkelkissen): Dinkel schmeckt Getreidemotten und -Käfern sehr gut. Wenn die Dinkelkissen öfter erhitzt werden, haben diese Tiere aber keine Gelegenheit, sich darin aufzuhalten oder gar zu vermehren.
Was ich aber auch schon erlebt habe ist, dass in einem kleinen Probekörnerkissen, das ich aus der Anfangszeit privat noch rumliegen hatte plötzlich der Käfer drin war, obwohl ich es, allerdings lange vorher, schon xfach in der Mikrowelle hatte. Da muss wohl ein Käfer aus dem Müsli ausgewandert sein. Wer öfter Getreideprodukte aus Bio-Anbau kauft hat das sicher auch schon mal erlebt . Und das kann beim Kunden natürlich jederzeit passieren, auch wenn die Körnerkissen vor dem Verkauf "entwest" worden sind.

Man kann Käfer oder Motten auch ganz einfach durch Kälte abtöten. Zu dieser Maßnahme musste ich einmal greifen, als ich in der Küche Getreidemotten hatte. Keine Invasion, aber immer wieder mal 2-3 Motten in den Hängeschränken. Ich fand Motteneier als eine Art Spinngewebe in den Löchern, wo die Stifte für die Regalbretter reingesteckt werden. Die hab ich mit Tesa zugeklebt und hatte eine Zeit Ruhe. Irgendwann waren aber wieder welche da! Also alles was irgendwie eßbar für die Viecher sein könnte - wegwerfen? Einfach auf Verdacht? Nein! Ich habe alles in die Gefriertruhe gepackt: Müsli, Flocken, Nudeln, Mehl und was nicht alles: Kein Erfolg. Ich hörte inzwischen von Bekannten, dass die Eier und Larven sogar in scharfem Paprikapulver sein können. Also auch alle Gewürze und Kräuter einfrieren! Das brachte aber auch nichts, erst als ich endlich den Pappkarton mit Walnüsse oben auf dem Schrank entdeckte und einfror hatte ich endlich Ruhe und konnte alles wieder aus der Truhe holen Lächelnd

Das hatte ich seinerzeit von einer Internetseite eines bio-Kammerjägers gegoogelt, dass mit dem Abtöten durch Kälte. Wenn ich mich recht entsinne schrieb er, dass die süßen Tierchen bei Minusgraden weniger als 8 Stunden überleben können, das gleiche dürfte für die geschlüpften Larven (von Motten), kleine weiße Würmchen auch gelten. Inwieweit es auf die Eier auch zutrifft weiss ich nicht, aber fest steht, dass bei mir nach dieser Behandlung nichts mehr geschlüpft ist. Man sollte natürlich bedenken, dass die ausreichende Minus-Temperatur bei größeren Säcken oder Kissen im Inneren erst nach einiger Zeit erreicht wird. Es wäre also besser, sie mind. 2 Tage drin zu lassen. Die Käfer sind übrigens auch wärmeempfindlich. Einen Saunagang würden sie nicht überstehen, was ja übrigens auch ein bewährtes Mittel bei Kopfläusen ist. 

Mein Rat: Wenn sie die Körnerkissen länger nicht benutzen sollten Sie sie ins Gefrierfach legen.
 
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